FIRE-Rechner

Wie wahrscheinlich ist es, dass Ihr Portfolio die Entnahmephase übersteht? Der Rechner führt 1.000 Szenarien mit zufälligen Marktrenditen durch – inklusive KESt und optionaler Pension.

FIRE-Erfolgsquote und sichere Entnahmerate berechnen

  1. Geben Sie Ihr aktuelles Gesamtportfolio (Aktien, ETFs, Anleihen) in Euro ein – das Kapital für die Entnahmephase.
  2. Ihr geplanter Jahresbedarf in Euro. Zusatzeinnahmen (Pension, Nebentätigkeit) werden separat eingegeben und reduzieren die Entnahme.
  3. Entnahmedauer, Aktienanteil, Inflationsrate und optionale Pension (Betrag und Startjahr). KESt-Schalter: aktivieren, wenn Sie in Österreich steuerpflichtig sind.
  4. Erfolgsquote: Anteil der 1.000 Szenarien, in denen das Portfolio hält. SWR: sichere Entnahmerate bei 95 % Erfolg. Das Bänderdiagramm zeigt P10 (pessimistisch) bis P90 (optimistisch).

Häufige Fragen

Was ist die 4%-Regel?

Die 4%-Regel besagt, dass man jährlich 4 % des Startportfolios (inflationsangepasst) entnehmen kann, ohne es in 30 Jahren aufzubrauchen – basierend auf US-Marktdaten (Trinity-Studie). Für österreichische Anleger senkt die KESt von 27,5 % die tragbare Entnahmerate auf etwa 2,9–3,2 %.

Was bedeutet Erfolgsquote?

Die Erfolgsquote gibt an, in wie vielen der 1.000 simulierten Szenarien das Portfolio die gesamte Entnahmedauer übersteht. Eine Erfolgsquote von 95 % bedeutet: In 950 von 1.000 Szenarien reicht das Geld.

Wie wirkt sich die KESt auf FIRE aus?

Die österreichische Kapitalertragsteuer von 27,5 % auf Kursgewinne und Dividenden reduziert die Nettorendite. Bei 7 % Bruttorendite bleiben nach KESt rund 5,1 %. Das senkt die sichere Entnahmerate spürbar – deshalb braucht man in Österreich mehr Startkapital, als die US-4%-Regel nahelegt.

Was ist eine sichere Entnahmerate (SWR)?

Die Safe Withdrawal Rate (SWR) ist der höchste Prozentsatz des Startportfolios, den man jährlich entnehmen kann, damit das Portfolio mit 95 % Wahrscheinlichkeit den gesamten Zeitraum übersteht. Der Rechner berechnet diesen Wert auf Basis Ihrer Eingaben.

Wie wird die Monte-Carlo-Simulation berechnet?

Der Rechner führt 1.000 unabhängige Simulationen durch. In jeder wird für jedes Jahr eine zufällige Marktrendite gezogen (Normalverteilung mit historischen Mittelwerten und Standardabweichungen). Die Erfolgsquote ist der Anteil der Simulationen, in denen das Portfolio nicht aufgebraucht wird.

Sollte ich eine ASVG-Pension berücksichtigen?

Ja. Eine gesetzliche Pension reduziert die nötige Portfolioentnahme und erhöht die Erfolgsquote erheblich. Tragen Sie die erwartete Pension und das Jahr ein, ab dem sie fließt (zum Beispiel Jahr 15, wenn Sie mit 50 aufhören und ab 65 Pension beziehen).

Wie viel Kapital brauche ich für FIRE in Österreich?

Mit einer KESt-angepassten Entnahmerate von etwa 3,0–3,3 %: Für €20.000 Jahresbedarf brauchen Sie €600.000–670.000, für €30.000 rund €900.000–1.000.000. Faustregel: Jahresbedarf × 30 bis 33 statt × 25. Mit einer Pension ab einem bestimmten Alter sinkt das nötige Kapital erheblich.

Was ist FIRE und welche Varianten gibt es?

FIRE (Financial Independence, Retire Early) bezeichnet das Ziel, durch hohe Sparquote und frühes Investieren finanziell unabhängig zu werden. Varianten: Lean-FIRE (sparsamer Lebensstil, etwa €800–1.200 pro Monat), Regular-FIRE (€1.500–2.500), Fat-FIRE (€3.000 und mehr) und Barista-FIRE (Teilzeitarbeit ergänzt ein kleineres Portfolio).

Welche Rendite soll ich für meinen Aktienanteil ansetzen?

Historisch erzielte der MSCI World rund 8–9 % nominal pro Jahr. Für Prognosen setzen viele Planer vorsichtiger 6–7 % nominal an (4–5 % real bei rund 2,5 % Inflation). Der Rechner verwendet 7 % nominal als Standardwert und bildet Reihenfolge-Risiken über die Monte-Carlo-Methode ab.

Was ist das Sequence-of-Returns-Risiko?

Reihenfolge-Risiko bedeutet: Schlechte Börsenjahre kurz nach dem Start der Entnahme können das Portfolio dauerhaft schädigen, auch wenn die Durchschnittsrendite gleich bleibt. Wer in einem Crashjahr entnimmt, muss bei niedrigen Kursen mehr Anteile verkaufen, die dann für die Erholung fehlen. Die Monte-Carlo-Simulation bildet dieses Risiko ab.

Quellen & Stand

Rechtsgrundlage: § 27a EStG (KESt 27,5 %)

Werte 2026, zuletzt geprüft Juli 2026. Richtwerte, keine Steuerberatung.

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