Zinseszins-Rechner

Berechnen Sie, wie Ihr Kapital durch Zinseszins wächst – mit Startkapital, monatlichen Einzahlungen, Rendite und optionaler Inflationsbereinigung.

Zinseszins und Kapitalwachstum berechnen

  1. Geben Sie das Einmalkapital ein, das Sie zu Beginn anlegen – es kann auch 0 sein, wenn Sie nur mit monatlichen Einzahlungen beginnen.
  2. Legen Sie die monatliche Sparrate und den Anlagezeitraum in Jahren fest. Der Zinseszinseffekt wirkt am stärksten über lange Zeiträume (20 Jahre und mehr).
  3. Geben Sie die erwartete jährliche Rendite ein (historisch ca. 7 % nominal für globale Aktienindizes) und die Inflationsrate für die reale Kaufkraft.
  4. Der Rechner zeigt Endkapital, selbst eingezahltes Kapital und Zinserträge sowie das inflationsbereinigte Realkapital.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen jährlicher und monatlicher Verzinsung?

Bei jährlicher Verzinsung werden Zinsen einmal pro Jahr gutgeschrieben. Bei monatlicher Verzinsung (n = 12) werden sie zwölfmal jährlich gutgeschrieben und sofort wieder mitverzinst. Bei gleicher Nominalrendite ergibt monatliche Verzinsung ein höheres Endkapital. Dieser Rechner rechnet standardmäßig mit monatlicher Verzinsung.

Wie wirkt sich Inflation auf mein Endkapital aus?

Inflation mindert die Kaufkraft Ihres Endkapitals. Die Realrendite ist (1 + Nominalrendite) / (1 + Inflation) − 1: Bei 7 % Nominalrendite und 2 % Inflation sind das rund 4,9 %, bei 2,5 % Inflation rund 4,39 %. Aktivieren Sie den Inflationsregler in diesem Rechner, um das inflationsbereinigte Endkapital zu sehen.

Welche Rendite soll ich eingeben?

Als Orientierung: Tagesgeld und Festgeld 2–3 %, gemischte Portfolios 4–6 %, globale Aktien-ETFs (historisch) 7–9 % nominal. Für eine konservative Planung empfiehlt sich ein Wert von 5–6 %, der Kosten und Steuern grob einpreist. Vergangene Renditen garantieren keine künftigen Ergebnisse.

Was ist Zinseszins und warum ist er so wichtig?

Zinseszins bedeutet, dass erzielte Zinsen und Gewinne reinvestiert werden und ihrerseits wieder Erträge bringen – das Kapital wächst exponentiell statt linear. Beispiel: €10.000 mit 7 % jährlich wachsen in 30 Jahren auf €76.123 (ohne Einzahlungen). Mit einfachen Zinsen wären es nur €31.000. Die Differenz von rund €45.000 ist der Zinseszinseffekt.

Wie hoch ist die KESt auf Kapitalerträge in Österreich?

Zinsen aus Wertpapieren, Dividenden und realisierte Kursgewinne unterliegen in Österreich der Kapitalertragsteuer von 27,5 % (§ 27a EStG). Zinsen aus Sparbüchern und Bankguthaben werden mit 25 % besteuert. Bei thesaurierenden Fonds fallen ausschüttungsgleiche Erträge jährlich an, auch ohne tatsächliche Ausschüttung. Dieser Rechner arbeitet mit Renditen vor Steuern.

Was ist die Rule of 72 beim Zinseszins?

Die Rule of 72 ist eine Faustformel: 72 geteilt durch die jährliche Rendite ergibt ungefähr die Jahre bis zur Verdoppelung des Kapitals. Bei 7 % sind das rund 10,3 Jahre, bei 3 % 24 Jahre, bei 10 % 7,2 Jahre. Bei sehr hohen Renditen weicht die Näherung leicht ab.

Quellen & Stand

Rechtsgrundlage: § 27 und § 27a EStG (Kapitalertragsteuer)

Werte 2026, zuletzt geprüft Juli 2026. Richtwerte, keine Steuerberatung.

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